Wer ist eigentlich - Carl Heinz Daube?

Shownotes

In dieser Podcastfolge stellt sich Prof. Carl Heinz Daube vor. Carl Heinz hatte ein sehr bewegtes Leben. Wir nehmen euch in diesem Podcast mit auf eine Zeitreise. Wie ist Carl Heinz an unserer Hochschule Dozent geworden, was hat er in seiner Karriere vorher erlebt? Was ihn ausmacht, was ihn geprägt hat und welche Wege er im Leben genommen hat - All das und vieles Weiter wird dieser Podcast auflösen. Etwas mehr als eine Stunde, wo garantiert auch Infos und Insights dabei sind, die man so noch nicht gehört hat.

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00:00:01: Hier ist der NBS Campus Cast, der Podcast der Nathan Business School.

00:00:12: Ja, einen wunderschönen guten Tag, meine Lieben.

00:00:15: Hier ist wieder euer NBS Campus Cast, der Podcast der Nathan Business School, mit einem ganz, ganz tollen Gast, der schon mal in unserem Podcast war.

00:00:26: Wir sprechen heute mit Karl-Heinz Daube, doch heute geht es nicht um irgendwelche Studiengänge, die wir euch zum Besten geben.

00:00:33: Nein, heute geht es um Karl-Heinz persönlich.

00:00:37: In der neuen Serie Wer ist eigentlich Karl-Heinz Daube?

00:00:43: Und in diesem Sinne, lieber Karl-Heinz, stelle dich doch nochmal in ein paar kurzen Sätzen uns vor, damit wir wissen, wer du eigentlich bist.

00:00:53: Ja, moin lieber Sebastian.

00:00:55: Vielen Dank, dass ich nochmal wieder dabei sein darf, dass du noch eine zweite Folge hier mit mir machst.

00:01:01: Ich sage mein Name ist Karl-Heinz Daube, für einen die die letztes mal nicht zuhören konnten oder noch nicht gehört haben.

00:01:07: Ich bin tatsächlich Professor für Finanzierung an der Northern Business School jetzt schon seit über neun Jahren und habe ein etwas interessantes bewegtes Leben in der Finanzindustrie hinter mir bzw.

00:01:19: ein bisschen bin ich immer noch da drin.

00:01:22: Und genau... Um diese Punkte wird es heute gehen.

00:01:26: Ihr werdet heute einen Einblick bekommen in das Leben von Caroline Staube.

00:01:31: Was ist schon geschehen?

00:01:33: Was passiert gerade?

00:01:34: Was wird noch sein?

00:01:36: Den ganzen Fragen gehen wir heute auf den Grund.

00:01:39: Und lieber Caroline, am besten starten wir dort, wo mal irgendwann alles begonnen hat.

00:01:46: Ich würde gerne mal von dir wissen, wann hat eigentlich dein Berufsleben begonnen?

00:01:53: Hast du eine Lehre gemacht?

00:01:55: Wie ging es danach weiter?

00:01:56: Bist du praktisch zu deinen ersten festen Arbeitsplätzen gekommen bist?

00:02:00: Ja, das ist in der Tat schon ein paar Sommer hier.

00:02:04: Also mein erstes festes Arbeitsverhältnis, also im reinen formalen Sinne, war tatsächlich im Sommer des Jahres, und hab da meine Offiziersausbildung gemacht.

00:02:25: Danach war ich denn bei der Hamburgischen Landesbank, hab da ganz klassisch eine Banklehre gemacht, wo ich mir sagte, was praktisch ist, kann irgendwie sinnvoll sein.

00:02:35: Und das war damals die Zeit, wo auf einen Ausbildungsplatz so zwei, dreihundert Bewerberinnen und Bewerber kamen und die Hörsäle an den Universitäten überlaufen waren.

00:02:49: Das hat mich aber nicht... davon abgehalten, denn im Herbst ... Nee, gar nicht wahr, im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst ... Nee, gar nicht wahr, im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst.

00:02:58: im Herbst.

00:02:59: im Herbst.

00:03:00: im Herbst.

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00:03:01: im Herbst im Herbst im Herbst.

00:03:02: im Herbst.

00:03:02: im Herbst im Herbst im Herbst.

00:03:05: im Herbst.

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00:03:06: im Herbst im Herbst im Herbst.

00:03:07: im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst im Herbst.

00:03:09: im Herbst.

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00:03:10: im Herbst.

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00:03:20: im Herbst im Herbst im Aber im Laufe des Studiums hat sich dann schnell die Spräufe vom Weizen getrennt und ich hatte den großen Vorteil durch die Banklehre, die wirkliche Welt schon mal kennengelernt zu haben und mich sehr spezifisch auf Dinge zu fokussieren im Studium, die mich dann interessiert haben.

00:03:38: Also wie man sich vorstellen kann, Bankpritipslehre und Finanzmanagement waren so die Schwerpunktfelder.

00:03:44: Und ich fahre dann auch relativ schnell durch mit dem Studium.

00:03:49: Damals wurde man ja noch Diplom irgendwas.

00:03:51: In meinem Fall Diplom Kaufmann.

00:03:53: Und exakt nach acht Semestern, vier Jahren, also unterhalb der Regelstudienzeit, war ich durch.

00:04:01: Und dann hatte ich mir überlegt, das ist ja eigentlich alles ganz spannend und interessant.

00:04:06: Aber möchte ich jetzt wirklich schon ins man so schön sagt echte Berufsleben zurück.

00:04:13: Oder gibt es vielleicht doch noch mal irgendwas Interessantes?

00:04:16: und mich hatte offen gestanden bei meiner Diplomarbeit genervt, dass ich da am Schreiben war und am Nachdenken, aber gar nicht die Zeit hatte und die Möglichkeit hatte mal in die Tiefe zu gehen.

00:04:30: Das führte denn dazu, dass ich im Anschluss direkt dann noch am Institut und Geld im Kapitalverkehr damals bei Professor Schmidt promoviert habe.

00:04:40: Und da in der Tat denn die Chance hatte, über mehrere Jahre ein Thema zu verfolgen und dort viel, viel tiefer einzusteigen, Sachen mehr auf den Grund zu gehen.

00:04:52: Allerdings habe ich auch dort gelernt, für jede Frage, die ich denn irgendwie befriedigend beantworten konnte, taten sich immer drei Neue auf, mindestens.

00:05:02: Also das wächst so immer in alle Richtungen und lessons learned, für mich war daraus.

00:05:08: Das kann man machen, das ist eine tolle Geschichte, hat auch ohne mich viel Spaß gebracht, hat mich auch selbst weitergebracht.

00:05:15: Also wenn man da mal anfängt zu forschen und richtig zu schreiben, wissenschaftlich auf hohem Niveau, das ist schon toll.

00:05:24: Aber die Fragen final beantworten geht auch dort nicht, weil es tun sich immer wieder neue Felder auf.

00:05:31: Und vielleicht noch ganz kurz dazu, ich habe damals über das Risikomanagement der Marketmaker an der deutschen Terminbörse, das ist das, was heute Eurex ist, gesprochen, weil die war damals sozusagen gerade eröffnet worden mit ganz neuen Kontraktdesigns für Optionen und Futures.

00:05:48: Und dieser Marktzeitnehmer war eben auch für Deutschland neu.

00:05:52: Und wenn ich heute Teilweise über derivate Spreche mit den Studierenden, kann ich praktisch auch auf das zurückgreifen, was ich vor Jahrzehnten mal selbst tiefgehend analysiert habe.

00:06:05: Das waren jetzt schon ganz, ganz viele Informationen.

00:06:09: Aber so kennt man dich und das ist so genau richtig so, dass das so ist.

00:06:15: Und das zeigt ja auch, dass du eben viele Dinge erlebt hast in deinem Leben.

00:06:20: Obwohl wir jetzt erstmal nur einen kleinen Einblick haben an die Dinge, die du gemacht hast, da kommen wir jetzt weitergegehend im Gespräch zu.

00:06:27: Aber man merkt halt schon, dass du sehr bewegtes Leben auch hattest und dass du da eben auch super mithaltungsfreudig das erzählt.

00:06:34: Und das ist überhaupt nicht negativ gemeint.

00:06:36: Ich finde das richtig schön.

00:06:38: Wenn man das auch so überzeugend erzählen kann, weil dann kann es nicht das Schlechteste gewesen sein.

00:06:45: Und das ist für alle so ein Strebner, ein gutes Leben zu haben und auch stolz auf deine Wege sein zu können.

00:06:53: Du hattest jetzt eben auch schon angesprochen, du hast es Schritt vor Schritt gemacht.

00:07:01: Ich würde jetzt gerne einsteigen, zwei Tausend drei.

00:07:06: Da war eine Fusion praktisch von der Hamburgerischen Landesbank und der Landesbank in Schleswig-Holstein.

00:07:13: Da geht es mir erst mal darum, was hast du da überhaupt gemacht?

00:07:17: Welchen ersten Karrierischritt konntest du da machen?

00:07:20: Und weitergehend gleich noch die zweite beziehungsweise dritte Frage.

00:07:26: Wie hast du diesen Zusammenschluss empfunden?

00:07:29: Und was konntest du davon für die Zukunft mitnehmen?

00:07:33: Was hat dich geprägt für die weitere Arbeitswelt?

00:07:36: Ja, ich fange mal sozusagen hinten an.

00:07:39: Diese Fusion war zum damaligen Zeitpunkt.

00:07:43: für mich eine komplett neue Erfahrung.

00:07:46: Das hatte ich noch nie miterlebt.

00:07:49: Das ist ja auch nicht Tagesgeschäft im Unternehmen.

00:07:54: Und wie gesagt, ich war ja in der HMB angefangen, über Research verschiedene Stationen und war dann zweitausend Bereichsleiter geworden, also die Ebene unterhalb des Vorstandes und war damals schon für die gesamte Liquiditätssteuerung der HMB zuständig.

00:08:12: Im Zuge der Fusion wurde das ja alles größer, schneller, wilder, aufregender, spannender.

00:08:21: Ich war den Global Head of Liquidity Management.

00:08:26: Gießt das denn so schön?

00:08:27: Also ich war tatsächlich denn für die Liquiditätssreuung, das Treasury, für die gesamte Haarster Nordbank Gruppe mit allen ausländischen Stützpunkten verantwortlich.

00:08:39: Das war insofern natürlich auch super interessant, weil wir hatten eben über von Kopenhagen, über London, New York, Singapur, Hongkong hatten wir halt Niederlassungen, Stützpunkte, die dort alle mit integriert waren oder zu integrieren waren.

00:08:58: Der ganze Prozess zu dieser Fusion hin war auch insofern spannend und wir dann auch zwei Unternehmen zusammenfügen.

00:09:06: Ich erinnere mich noch an eine endliche Fusionssitzungen, also eine Woche in Kiel, eine Woche in Hamburg, wo immer so ein ganzer Tross mit Dienstfaden denn entweder nach Norden oder nach Süden fuhr.

00:09:21: Das war eine harte Arbeit, hat aber auch Spaß gemacht, war vor allem auch interessant, weil eben und ich glaube für viele der damaligen Kollegen war es eben auch eine ganz neue Erfahrung.

00:09:34: Also von daher war das karriere technisch eben auch Eine spannende Geschichte, weil das der Aufgabenbereich sich an der Stelle denn vergrößert hatte.

00:09:42: Und die Fusion mit allem drum und dran ging natürlich auch zunächst mal, ich sage mal, in die richtige Richtung.

00:09:51: Es war also eine spannende Geschichte, es wurde größer.

00:09:54: War damals innovativ das erste Mal, dass zwei Landesbanken fusioniert haben und dennoch Bundesländer übergreifend.

00:10:04: Das war schon eine spannende Sache.

00:10:06: und als neue Rechtsform eben die Rechtsform einer Aktiengesellschaft.

00:10:12: Wow, was waren das schon wieder für tiefe und viele Einblicke, die du uns da gewährt hast, Karl-Eins.

00:10:19: Das ist Wahnsinn.

00:10:21: Jetzt kommen wir mal dazu zu einem entscheidenden Schritt von deiner Karriereleiter her.

00:10:31: Für mich wahrscheinlich war es einer der herausforderndsten Jobs die du je hattest.

00:10:40: also so wenn man das rein von der von der von der Verantwortung und allem drum und dran sieht ist das glaube ich jetzt diese station die jetzt kommt mit die verantwortungsvollste.

00:10:54: und in diesem Sinn möchte ich von dir wissen warum hast du eigentlich zwei tausend sieben dann die hsh Nordbank verlassen und wie bist du eigentlich dann zur finanzagentur gekommen?

00:11:06: glaube das interessiert einige.

00:11:08: Ja, das ist auch wirklich, also das fasziniert mich in der Rückschau heute auch selbst immer noch.

00:11:15: Ich sage ja gerade eben schon, eigentlich war es mit der Fusion eine ganz tolle und spannende Sache, weil da hätte eigentlich was großes Schickes draus werden können.

00:11:25: Es stellte sich denn aber leider im Laufe der Zeit heraus, dass die Prioritäten und die Schwerpunkte, die gesetzt wurden, durchaus aus meiner Sicht nicht immer zielführend waren.

00:11:41: und das schöne oder

00:11:44: das

00:11:44: tragische als Tragerer eines Unternehmen und das ist völlig egal ob man im Industrieunternehmensitz oder bei einer Bank oder ich weiß nicht wo man kriegt ja praktisch tagtäglich alles mehr oder weniger mit was im Unternehmen passiert weil über den Tisch alle Zahlungsströme laufen die eingehenden und die ausgehenden und alle Transaktionen mehr als bei etwas vereinfacht ausgedrückt, kriegt man mit.

00:12:06: Nicht, dass man da involviert ist, aber man kriegt sie mit, man sieht ja, was passiert.

00:12:11: Und das sah ich dann natürlich auch, meine Kollegen auch, und live und in Farbe.

00:12:16: Und die Vorstellung war damals ja so, dass man nun als Aktiengesellschaft, also toll performen wollte und einen Börsengang hinlegen wollte und all diese ganzen Geschichten.

00:12:30: dort an vielen Stellen sehr sportlich unterwegs war.

00:12:35: Aus meiner damaligen Sicht schon zu weinen etwas zu sportlich und weil ich ein Mensch bin, der an vielen Stellen in seinem Mund auch nicht hält, sondern auf Dinge hinweist, die unter Umständen ein Downside Potential haben oder es kann sein, könnten oder sowas in die Richtung.

00:12:56: Da habe ich dann auch zu Wahlen im Vorstand gesagt, pass mal auf, die und die Dinge, dass sehe ich aus meiner Pflicht, aus meiner Verantwortung, aus meiner Sicht als Treasurer, halte ich für riskant.

00:13:09: Um das abzukürzen, die Aussage beim Prinzip, na ja, denn haben Sie wohl unsere Strategie nicht verstanden, was am Ende des Tages denn dazu auch geführt hat, dass sich unsere Wege getrennt haben.

00:13:19: Und dann hatte ich tatsächlich im Sommer im Jahr sieben, zwei Tausend Sieben.

00:13:25: mal so einen schammerten Anruf von einem Unternehmensberater.

00:13:28: Nee, wer ist das?

00:13:29: Personalberater, so rum.

00:13:31: Und der halt dachte, ob ich den Interesse hätte an einer Position bei der Geschäftsleitung, bei einem Finanzdienstleister in Frankfurt.

00:13:42: Und da dachte ich mir, naja gut, mal gucken, wie das hier weitergeht.

00:13:46: Bei der Bank vielleicht ist das ja eine Idee, sich mit dem zumindest mal zu unterhalten.

00:13:53: Also das haben wir dann tatsächlich auch gemacht.

00:13:57: Und das klang dann eben alles ganz spannend.

00:13:59: Und das Ende vom Lied war halt, und das muss man noch mal in Erinnerung rufen.

00:14:05: im August, ging die Finanzmarktkrise los.

00:14:09: Also da waren schon jede Menge Störungen im Markt und bestimmte Märkte, die immer hoch liquide waren, waren auf einmal nicht mehr liquide.

00:14:17: Und dass die Unsicherheit zwischen den Banken war da schon im Gange, dass sie sich eben nicht mehr Unbegrenzt gegenseitig Geld lien und also die ganzen Geschichten.

00:14:27: Ja und tatsächlich habe ich den mehrere Gespräche geführt mit dem Personalbereiter, Personal, wie heißt er denn jetzt?

00:14:35: Recruiter, Headhunter.

00:14:38: Und natürlich auch mit dem Finanzministerium, denn es war die Geschäftsführungsposition für den Geschäftsführer Markt bei der Deutschen Finanzagentur.

00:14:47: Für alle die, die es nicht wissen, weil die Deutsche Finanzagentur arbeitet hoch effizient, aber sehr geräuschlos.

00:14:54: Die deutsche Finanzagentur hat die Aufgabe, das Schuldenportfolio des Bundes zu managen, im Sinne von Sport-Marzins-Kosten ein und den gesamten Emissionskalender, also alle Bundesanleihen und alles, was es dazu gibt, zu imitieren nach einem festgelegten Verfahren.

00:15:16: Und seit vielen Jahren eben auch, da kommen wir nachher bestimmt noch mal drauf, die Rest hatten, aus der Bundesanstalt für Finanzmarkstabilisierung eben auch inzwischen mit zu verwalten und mit aktiv zu managen.

00:15:31: Und das war natürlich eine Idee, wo ich sagte, nie was von gehört, aber klingt spannend, habe mich denn darauf halt eingelassen und hat verschiedene Runden halt gezogen.

00:15:43: und am Ende des Tages führt es dazu, dass ich denn am ersten Februar, denn dort als Geschäftsführer angefangen bin.

00:15:54: In einem Unternehmen, rechts vorm GmbH.

00:15:59: Damals, zweieinhalbzig, zweieinhalbzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:16:04: Und ich kannte niemanden.

00:16:06: Also keine Freunde, keine Feinde, nichts.

00:16:10: Aber das war eben ein ganz toller, spannender, neuer Anfang, vor allem gerade in der Situation halt

00:16:16: auch.

00:16:18: Das glaube ich dir aufs Wort und ich hake einfach mal ein.

00:16:22: Manchmal ist es gar nicht verkehrt, mal keinen zu kennen und etwas ganz neu zu beginnen, dass er weiter hat, nicht nur den Horizont, sondern kann auch eine Chance sein, die dich einfach weiterbringt.

00:16:38: Das mag ich nur unterstreichen, weil ich hatte durch die vorausgehenden Jahre, wo es ja relativ gradlinig lief, vom Sachbau bis hin zum Bereichsleiter und Fusion war dann auch noch so weit okay.

00:16:52: Aber dann wurde es halt schon anders und da merkte ich schon, okay, es geht nicht mehr in einer gewissen Richtung weiter, sondern hier sind ganz viele Veränderungsprozesse jetzt im Gange.

00:17:03: Was ja per se auch nicht schlecht ist, das eröffnet ja immer wieder Chancen.

00:17:07: Und hier war für mich denn halt die Chance auch zu sagen, okay, ich mache nochmal was komplett anderes, was komplett Neues, was, was ich vorher noch nie nicht gemacht habe.

00:17:18: Und ich erinnere mich dann die Worte eines ehemaligen Vorstandes, der Hamburg Landesbank, der mal irgendwann, als ich noch relativ jung da war, sagte, ach, wissen Sie was, Herr Daube, wenn Sie mal irgendwann das Gefühl haben, es geht irgendwie nicht weiter, da tut sich auf wundersame Weise immer eine Tür auf und durch diese Tür müssen Sie denn nur durchgehen.

00:17:39: Die Herausforderung ist natürlich, denn die Tür auch wirklich als solche zu erkennen und dass man da durchgehen kann.

00:17:44: Aber das war so ein Klassiker, der für mich gesagt hat, das machst du jetzt.

00:17:49: Jetzt sind wir angekommen in der Finanzagentur.

00:17:55: Jetzt ist natürlich die Sache, die klar auf der Hand liegt.

00:17:59: Du hattest natürlich eine enge Anbindung an das Bundesministerium für Finanzen.

00:18:06: Wie hast du das empfunden?

00:18:08: Und gib uns mal einen Einblick, wie oft du eigentlich in Berlin warst und wer final wirklich die Entscheidung getroffen hat in diesen Bereichen.

00:18:18: Zum Beispiel jetzt gerade, was die Schulden betrifft, wie sie beschafft werden und so weiter.

00:18:23: Das interessiert glaube ich alle brennt.

00:18:28: Also damals war Herr Steinbrück Finanzminister und alle, ich sag mal, Einrichtungen oder Unternehmen, die sozusagen in Hand des Bundes sind, Und das war eben auch die Finanzagentur, so hundertprozentige Eigentümer, war eben die Bundesrepublik Deutschland, vertreten eben durch das Finanzministerium, auch wenn es formal nur eine twenty-fünfzigtausend Euro GmbH ist.

00:18:58: Und für diese ganzen Beteiligungen gibt es immer ein Referat im Finanzministerium oder im Wirtschaftsministerium oder wo auch immer das denn hinpasst.

00:19:08: Und wir waren halt bei einem Referat im Finanzministerium.

00:19:13: angegliedert und die führten wieder so schön technisch heißt die rechts und fach auf sich durch.

00:19:20: also mit diesem kleinen team da das waren so sieben acht menschen waren wir also im relativ engen austausch also nicht nur ich sondern auch die die ebenen darunter.

00:19:31: wenn es irgendwas gab gab es also immer relativ enge abstimmung.

00:19:35: und muss man sich das ganze ja so vorstellen.

00:19:38: aktuell laufen wir auch gerade im bundestag die Haushaltsgespräche bzw.

00:19:44: die Verhandlung.

00:19:44: Also vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben sie den Haushalt, vor zwei Tagen haben Und das wird.

00:20:13: dann läuft dann da irgendwie alles zusammen.

00:20:15: Und dann gibt es halt die ganzen Verhandlungen unter den Ministerium und eben auch im Haushaltsausschuss und so weiter und so fort.

00:20:26: Das ganze Münde denn eines Tages ist ein Gesetz.

00:20:29: Und da steht dann halt drin die Neuverschuldung, die Netto-Kreditaufnahme.

00:20:34: im nächsten Jahr soll keine Ahnung, fünfzig Milliarden Euro sein.

00:20:39: plus eben all das, was an Fälligkeiten zu ersetzen ist.

00:20:43: Also die Zahl jetzt bitte nur als Beispiel.

00:20:46: So und mit dieser Zahl geht es denn zur Finanzeigentur.

00:20:51: und den heißt es.

00:20:52: und jetzt sagt ihr bitte, wie dieses zusätzliche Geld plus das, was an Fälligkeiten, also Anleihen getilgt werden und ersetzt werden müssen, wie wir das im nächsten Jahr am besten strukturieren.

00:21:08: so dass wir das möglichst günstig am Kapitalmarkt refinanzieren können.

00:21:12: So, und da gibt es halt den kurzlaufende Wertpapiere, also drei, sechs und neun Monate und dann zwei Jahre, fünf Jahre, sieben Jahre, zehn Jahre, fünfzehn Jahre und dreißig Jahre.

00:21:26: und die Finanzeigentur erstellt denn im November, Dezember einen sogenannten Emissionskalender.

00:21:32: Und da steht denn fürs gesamte nächste Jahr drauf, was an welchem Tag sozusagen imitiert werden soll.

00:21:40: Das Ganze ist ein Auktionsverfahren, an dem eben eine definierte Gruppe von international tätigen Banken dran teilnimmt und das ist tatsächlich wie eine Versteigerung, Betracht X gibt das und die geben den Gebote an und dann kriegen sie das zugeteilt und verkaufen das dann weiter in ihre eigenen Kunden.

00:22:00: Also das ist sozusagen der vereinfacht ausgedrückter Standardprozess dazu.

00:22:06: Aber wenn man sich so ein Emissionskalender anguckt, da war damals schon jede Woche Aktion.

00:22:12: einmal in diesen Zeiten, wo der Kreditbedarf deutlich größer ist, findet das natürlich öfter statt.

00:22:20: Und die Volumina sind nochmal deutlich gestiegen.

00:22:23: Aber genauso, wie es eben verkürzt, verschildert hat, dass es eben denn auch die Schnittstelle zwischen Finanzagentur und Finanzministerium und wir kriegen die Vorgabe, das ist das Volumen, was ihr organisieren müsst.

00:22:41: Klar, wir machen den Plan, wie wir es denn machen würden und auch dieser Plan wird dann tatsächlich vom Finanzministerium noch einmal final beschlossen.

00:22:54: Wenn es Anpassungen gibt, dann muss das natürlich auch darüber gehen.

00:22:58: Die Zusammenarbeit erfolgt aber hoch professionell.

00:23:02: Also die Menschen, die in dem jeweiligen Referat sitzen oder auch an anderer Stelle, die wissen schon, was sie tun und vor allen Dingen dadurch, dass damals war es so, das ist heute aber kein bisschen anders, dass dort ein sehr enger, sehr offener Austausch und vor allen Dingen geräuschloser Auftausch.

00:23:21: Das geht ja nicht durch die Presse oder irgendwas, dass man ja zankt oder sowas.

00:23:24: Da gibt es konstruktive Gespräche.

00:23:27: und also meine Lebenserfahrung war das in fast allen Fällen, also wir, die Finanzagentur damals, aufgrund unserer Markterfahrung und was am Kapitalmarkt geht in der jeweiligen Situation und was nicht geht, also fast ausnahmslos wurde dem denn gefolgt, weil das auch einfach in der Form der sinnigste Weg ist.

00:23:50: Das sind sehr, sehr spannende Einblicke, finde ich, weil das kriegt man ja nicht jeden Tag zu hören, wie eine Finanzagentur die als GmbH von der Bundesrepublik Deutschland fungiert, arbeitet und wie das eben auch mit dem Bundesminister der Finanzen zusammenhängt.

00:24:10: Jetzt habe ich natürlich, gehen wir weiter in deinem Zeitstrahl, der ist ja noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, ist er noch längst nicht vorbei, September, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr, Jahr,

00:24:31: Jahr, Jahr, Jahr, Also,

00:24:32: wie kann ich mir das vorstellen?

00:24:34: Was sind generell die Aufgaben?

00:24:36: Aber konkret auch, was waren deine Aufgaben in dem Bereich?

00:24:41: Also, das Stichwort Finanzmarkt-Krise fiel ja schon gerade eben und die eben im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, im August, dass Bankhaus Lehman Brothers eben fallen gelassen wurde, beziehungsweise Insolvent war in Konkurs ging.

00:25:06: Und am internationalen Kapitalmarkt mit vielen Instrumenten war eben damals Lehman Brother ein der führenden Häuser.

00:25:15: Auch die Finanzagentur hatte einen großen Geschäftsanteil mit dieser damaligen amerikanischen Investmentbank, was auch überhaupt nicht außergewöhnlich war.

00:25:27: vielleicht noch ein Wort dazu.

00:25:29: Vergleichbare Institutionen wie die Finanzagentur gibt es im Prinzip in allen unseren europäischen Nachbarländern.

00:25:38: Das ist entweder direkt im Finanzministerium oder ist unabhängig oder ein bisschen woanders irgendwo dran, aber was Vergleichbares gibt es dort überall.

00:25:48: Das Prinzip mag ein bisschen anders sein, aber vom Grundsatz her ist das alles sehr ähnlich.

00:25:54: Also wir alle waren da auch logischerweise involviert.

00:25:58: Ja und weil das jetzt ja eine komplett neue Erfahrung war, also Börsencrash und alles, gab es ja schon öfter und Bankenkrisen auch, aber in dem Ausmaß und dann eben auch letztendlich weltweit, das war schon mal eine neue Herausforderung.

00:26:15: und da war halt eigentlich die spannende Frage, Was machen wir denn nun eigentlich?

00:26:20: Also wie können wir, also wie heißt jetzt nicht nur Deutschland, sondern auch Europa oder weltweit, wie können wir das Finanzsystem stabilisieren, weil eben das Finanzsystem ein essenzieller Faktor ist für Gedeihe und Verderb einer Wirtschaft in einem Lande.

00:26:43: Also ohne funktionierendes Finanzsystem funktioniert das eigentlich nicht.

00:26:47: Und deshalb gab es auch ein großes Interesse, daran jetzt das Finanzsystem zu stabilisieren.

00:26:55: Und in Deutschland hat man eben den Weg gewählt, diese Finanzmarktstabilisierungsanstalt zu kreieren.

00:27:04: Das gab es vorher noch nicht.

00:27:06: Und halt dort einen interministerialen Lenkungsausschuss einzusetzen.

00:27:12: Der bestand eben aus einem Staatssekretär des Finanzministeriums, des Wirtschaftsministeriums, des Justizministeriums.

00:27:19: Denn war ein Vertreter des Kanzleramtes dabei.

00:27:21: Das war damals Jan Zweidmann, der später Bundesbankpräsident, wurde und jetzt Aufsichtsratsvorsitzender von der Commerzbank ist.

00:27:31: Und ein Vertreter der Bundesländer.

00:27:32: Das war damals Kurt Biedenkopf.

00:27:35: Und dazu gab es dann eben drei beratende Mitglieder an Personen.

00:27:41: die beraten durften, aber nicht mitstimmen durften.

00:27:44: Das war damals Axel Weber, damals Bundesbankpräsident, ein Vorstandsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau, also der KfW-Bank Günter Bräunig und ich eben von der Finanzagentur.

00:27:56: Und diese Finanzmarktstabilisierungsanstalt hatte also die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, Maßnahmen zu ergreifen, wie wir jetzt nun irgendwie die... Finanzindustrie stabilisieren konnten.

00:28:07: und der Lenkungsausschuss musste das halt abnicken oder auch sagen, wie kriegen wir das denn hier halt überhaupt umgesetzt?

00:28:15: Und das war sozusagen eine Veranstaltung, nenne ich das jetzt mal ein bisschen pflapsig, die aus dem Boden gestampft wurde, weil es für das Ganze überhaupt keine Blaupause gab.

00:28:30: Also es gab zu dem damaligen Zeitpunkt kein Gesetz, keine Vorlage, kein nichts, kein gar nichts.

00:28:35: Also hat man gesagt, okay, wir müssen die Experten an den Tisch kriegen, die betroffenen Einheiten an den Tisch kriegen.

00:28:41: Und wir brauchen noch ein paar dazu, die von der Marktseite ist auch wirklich fundiert kennen.

00:28:47: Und dann sind wir da gestartet mit ganz vielen runden, sehr spontan, sehr ad hoc.

00:28:53: Und die gesetzlichen Grundlagen dazu wurden dann sozusagen im laufenden Verfahren erst entwickelt.

00:29:00: Und du hast ja Sebastian konkret nach meiner Aufgabe gefragt.

00:29:05: Ich war halt beratendes Mitglied, aber war dann eben auch gefragt an vielen Stellen, wie kann man es denn am Markt tatsächlich machen?

00:29:14: Und für die Stabilisierung diverser Finanzinstitute war eben auch viel Geld erforderlich und die Zürcher werden es vielleicht schon ahnen in diesem Moment.

00:29:26: Das Geld muss irgendwo herkommen, das muss jemand besorgen und wer hat es besorgt, denn die Finanzagentur.

00:29:31: Also darüber ging dann eben auch das.

00:29:35: Ein Beispiel und das ist jetzt kein Geheimnis, das kann man in der Presse alles nachlesen, auch kürzlich gerade wieder.

00:29:41: Als erstes war die Maßnahme eben die Kommerzbank zu stabilisieren und die brauchte damals eine Liquiditäts-Einschuss von acht Komma zwei Milliarden Euro.

00:29:55: Das ist jetzt kein kleiner Betracht.

00:29:57: Vielleicht waren es auch acht Komma sechs, ich kriege es gar nicht mehr zusammen, aber es auch egal und das Geld musste damals kurz vor Weihnachten besorgt werden.

00:30:09: Und wer sich so ein bisschen mit dem Geschäft auskennt, weiß, dass die Investoren irgendwann im Dezember, wie man sagt, ihre Bücher schließen und eben keine neuen Positionen, keine neuen Anleihen oder was auch immer mehr aufs Buch nehmen.

00:30:25: Das war schon ein bisschen spannend, jetzt nochmal kurz diesen Betrag zur Verfügung zu stellen, aber es hat alles geklappt, also war kein Thema, weil eben die Finanzagentur am Markt nicht große Reputation hatte und immer noch hat und wahrscheinlich viel weiter ausgebaut hat.

00:30:40: noch inzwischen und von daher ist das, hat das also reibungslos geklappt.

00:30:46: Aber ja, da haben wir schon mit großen Betregen handiert und im Laufe der nächsten ein, zwei Jahre.

00:30:53: eben ganz viele Sitzungen gehabt, auch außerhalb normaler Arbeitszeiten, wie man sich vorstellen kann und an vielen Stellen.

00:31:00: Und das war das Spannende für mich, A. zu sehen, wie arbeiten denn eigentlich so die Ministerien untereinander zusammen?

00:31:09: Wie läuft das denn eigentlich ab, wenn da so Staatssekretär ist, denn die Vertreter des Ministers zusammen hocken?

00:31:14: Und die zweite Geschichte ist die, wie setzt man Dinge eigentlich politisch um?

00:31:22: Das muss ja auch irgendwie machbar sein.

00:31:24: Also wie kriegt man das eigentlich hin?

00:31:27: Und das fand ich als Außenstehender ja tatsächlich, fand ich extrem spannend zu sehen, wie das denn organisiert wurde, an was man alles denken musste, welche Regelungen geschaffen werden mussten, die es damals ja nicht gab.

00:31:46: Also das fand ich eine super lehrreiche herausfordernde Zeit.

00:31:52: Also ich glaube, in der, in dem Jahr, bin ich auf der Lernkurve gigantisch auf eine exponentielle Verlaufenden Kurve nach oben gekommen.

00:32:02: Ja, ... ... ... ... ... ... ... ... ... aufgesetzt durch den IFSF.

00:32:24: Daran durftest du auch mitwirken, mein Lieber.

00:32:26: Das heißt, du hattest wieder neue Aufgaben.

00:32:28: Was waren das genau?

00:32:30: Und welche Herausforderung musstest du dabei meistern?

00:32:34: Kleiner Spoiler, ich kann mir vorstellen, dass die dann nochmal schwerwiegender waren.

00:32:40: Also ich sage ja eben schon, die europäischen Mitgliedsländer hatten, haben unterschiedliche Wege, beschritten, unterschiedliche Maßnahmen.

00:32:50: ergriffen, um halt jeweils ihre Finanzindustrie zu stabilisieren.

00:32:56: Weil nicht nur wir, sondern alle anderen hat natürlich auch keine Blaupause dafür, also keine Vorlage nach dem Motto, ah, das ist jetzt eingetreten, jetzt muss ich Schalter X, Y und Z umgrehen und dann ist alles wieder gut.

00:33:09: Nee, so war es ja nicht.

00:33:10: Und einige Länder haben halt einfach gesagt, okay, wir garantieren denn mal, dass alle Einlagen für die Privatkunden sicher sind.

00:33:20: Und andere haben vergleichbare Garantien abgegeben oder solche Maßnahmen ergriffen und ohne und das ist jetzt wirklich kein Vorwurf an die Länder, sondern das wie soll man also.

00:33:34: Da fehlt noch die Erfahrung unter Hintergrund und alles.

00:33:36: Das ist dann auch für alle ja Neuland gewesen.

00:33:40: Und dann war es halt so gesagt, okay, die Tragweite der ganzen Geschichte war auch gar nicht abzusehen.

00:33:45: Und erstmal, um Ruhe zu schaffen und die Bürgerinnen und Bürger zu beruhigen und ein paar Sorgen zu nehmen, haben einige gesagt, okay, wir garantieren das alles.

00:33:55: Also Frau Merkel hat auch gesagt, die Spareinlagen sind sicher.

00:34:00: Das führt aber einigen Staaten, die jetzt nicht, dass die Wirtschaftsmacht haben wie Deutschland, dazu, dass die auch ein wenig in Schieflage vorsichtig ausgedrückt geraten sind.

00:34:12: Damit ist die einige Finanzmarktkrise in weiten Teilen in eine Staatsschuldenkrise übergeschwappt.

00:34:21: Das heißt auf einmal, man sagt, ihr habt das ja garantiert, dann sieht man zu.

00:34:26: Und Griechenland war so mit der Auslöse, aber es waren eben auch andere, also Irland, Zypern, Portugal, Länder wie Spanien und Italien auch so ein bisschen an der Grenze, aber auch einige andere noch.

00:34:39: Und da hat man sich auf europäischer Ebene auch gesagt, okay, da müssen wir jetzt auch irgendeine Lösung finden, diesen Ländern unter die Arme zu greifen oder auch eben die zu schützen, um auch das ganze Eurosystem, also auch die Europäische Union und die eigene Währung und allem drum und dran, um das eben auch zu stabilisieren.

00:35:02: Und da hat man gesagt, okay, die Länder brauchen im Zweifel früher oder später Geld.

00:35:08: Möcherweise haben sie selbst keinen oder nur noch einen begrenzten Zugang zum Kapitalmarkt.

00:35:15: Also müssen wir einen Mechanismus finden, unter dem wir sozusagen europäisch imitieren können und die damit aufgenommenen Mittel in den einzelnen Ländern zur Verfügung zu stellen.

00:35:29: Daher kam der Begriff der Konditionalität.

00:35:34: Das heißt, wenn ein Land also Mittel haben wollte, muss er eben auch, wo das nur der bestimmten Bedingungen ausgezahlt, also sie muss eine Reform irgendwie machen und all solche ganzen Geschichten da.

00:35:47: Und dieser EFSF war damals aufgesetzt worden als temporäre Einheit, die eben diese Liquidität den europäischen Ländern bei Bedarf zur Verfügung stellt.

00:36:02: Da war auch der Klaus Regling, war das damals der dort der Chef der Veranstaltung geworden ist, also auch einer, der sich im europäischen Kontakt super gut auskennt, der schon bei der Euro-Entwicklung in allem mitgearbeitet hat, also wirklich so ein Urgestein, hochkompetenter Mensch, extrem angenehmer Mensch, auch im Umgang.

00:36:25: Und dann hieß es eben vom Finanzminister auch, Daubel trifft dich mit ihm, du musst er jetzt mal mitmachen.

00:36:32: Und warum muss sich da mitmachen oder die Finanzagentur mitmachen?

00:36:35: Wir mussten ja emittieren.

00:36:38: Und also wir heißt irgendein Land eigentlich.

00:36:42: Und es ist dann eben die Entscheidung gefallen, dass Deutschland eben die reine Organisation der Emissionen dieser Anleihen machen sollte.

00:36:52: Weil man eben dachte, okay, das kann ziemlich viel werden.

00:36:55: Also wer kann das?

00:36:56: Wer hat die Instrumente dazu?

00:36:59: Wer hat das Know-how?

00:37:00: Wer hat die Technik dazu?

00:37:02: Es waren andere Länder im Gespräch, die haben gesagt, ja, würden wir gerne machen, aber wir haben einfach nicht... Also nicht die Größe dafür.

00:37:09: Und wir haben im Prinzip damals unser System vereinfacht ausgedrückt, einmal mit aller Technik dupliziert, also geklont, um das denn getrennt vom Bundeshaushalt eben auch für die EFSF nach dem gleichen Prinzip machen zu können.

00:37:27: Und da sind wir auch ein bisschen zusammen durch die Weltgeschichte gereist, um Investoren halt gesprochen.

00:37:32: Also ich bin sowieso viel unterwegs gewesen.

00:37:34: für den Bund, aber jetzt wird die beiden auch zusammen.

00:37:38: Also das war auch nochmal ganz besonders spannend, da auch Vorsitzhaber schon mal größere Volumine anzulegen und die wurden ja auch zum Teil tatsächlich abgerufen.

00:37:48: Und was mal als temporäre Maßnahme gedacht war, das dauert doch vielleicht länger, also dieser EFSF, dieser European Financial Stability Facility.

00:38:05: Gibt es heute noch?

00:38:07: nicht mehr unter dem Namen, aber das ist denn überführt worden schon damals in einen permanenten Mechanismus, den ESM, the European Stability Mechanism, der also dauerhaft eingesetzt wird, eben auch immobiliert.

00:38:21: Die machen alles inzwischen längst alleine, also schon damals haben wir in der Finanzagentur ein eigenes Team aufgebaut, die dann später nach Luxemburg dahin gegangen sind und der Laden läuft völlig autonom und macht das jetzt alles allein.

00:38:38: Vielleicht hat der ein oder die andere in Corona-Zeiten mal den Namen ESM auch gehört, weil es da auch darum ging zur Unterstützung ab, vielleicht denn diese Einrichtung da auch mit Liquidität besorgen könnte.

00:38:50: Aber war eine super spannende Geschichte, also von Deutschland auf europäische Ebene darauf zu springen, das war nochmal eine andere Dimension.

00:38:59: Ja mein lieber, das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das eine ganz andere Dimension für dich war und Aber du hast es auch schon öfters angesprochen jetzt während des Podcasts, dass eben genau darin der meiste Fortschritt liegt, wenn man sich etwas stellt, den man vorher vielleicht noch nicht zugewandt war und dadurch natürlich auch sein Horizont erweitern kann.

00:39:21: Jetzt ist mir natürlich aber ganz, ganz wichtig zu erfahren, wie war eigentlich das Team bei der Bundesfinanzagentur?

00:39:30: Also, solche Herausforderungen zu managen, gelingt natürlich nicht als Einzelkämpfer, sondern nur als Teamleistung.

00:39:42: Und die Kollegen und Kollegen in der deutschen Finanzeigentur sind halt hoch motiviert.

00:39:48: Sie verstehen alle ihr Geschäft.

00:39:50: Sie wissen, welche Verantwortung jeder Einzelne, jede Einzelne an ihrem oder seinem Arbeitsplatz hat.

00:39:57: Das war damals so.

00:39:58: Das ist heute auch noch so.

00:40:00: Denn da war die Corona-Krise.

00:40:02: Kreditaufnahmen ist gestiegen.

00:40:04: Wir haben jetzt die diversen Sondervermögen für Infrastruktur und für, wir werden wieder kriegstauchlich und all solche Geschichten.

00:40:12: Das muss alles organisiert werden und diese Kollegen und Kollegen können das.

00:40:17: Die machen das geräuschlos mit einer extrem hohen Professionalität.

00:40:22: Das bedarf einer guten Führung, aber es bedarf eben auch der richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:40:28: Das hat mich seinerzeit wirklich fasziniert, was für einen gigantisch tolles Team, das da ist.

00:40:34: und kleine Randbemerkung noch.

00:40:37: Man hat auch deshalb die Rechtsform einer GmbH gewählt, um dort nicht eingeengt zu sein durch das Gehaltssystem, was üblicherweise im öffentlichen Dienst vorhanden ist.

00:40:55: Damit kriegt man im Zweifel nicht die Kapazitäten, die Profis, die man an der einen oder anderen Stelle dann doch mal braucht.

00:41:03: Jetzt hast du in der Zeit sehr, sehr viele Sachen gemeistert.

00:41:09: Du hast gesagt, die Entwicklungskurve ist ins, ja, unermessliche gestiegen.

00:41:17: Trotzdem hast du dann im Jahr zwei Tausend Dreizehn gesagt, nee, jetzt Schluss.

00:41:22: Ich mach das nicht mehr.

00:41:25: Was gab dir damals den Anlass, zwei Tausend Dreizehn in die Finanzagentur dann wieder zu verlassen?

00:41:31: Und was hast du danach gemacht?

00:41:35: Also es hatte eigentlich... zwei maßgebliche Gründe.

00:41:40: Das eine ist gewesen, dieser schon zitierte interministerielle Lenkungsausschuss, den gab es noch, aber im Grundum war alles aufgegleist, alles geregelt.

00:41:53: Da traf man sich dann noch einmal ein Quartal, das war aber jetzt irgendwie nicht mehr spannend, passierte nicht mehr viel.

00:41:59: Zum anderen gab es wie das normal ist auch Veränderungen.

00:42:04: in der Besetzung der Rechts- und Fachaufsicht, was mir damals aber noch viel wichtiger eigentlich war.

00:42:10: Ich bin ja über die vielen Jahre ja zwischen Hamburg und Frankfurt gependelt und als Familienmensch ist das auf Dauer also auch keine gute Idee und so eine Variante mit einem Tag Homeoffice pro Woche oder sowas war damals komplett unvorstellbar.

00:42:30: Insofern hatte ich denn eines Tages gesagt, okay, Die Finanzmerkrise ist vielleicht nicht vorbei, aber es ist alles wieder in Ordnung.

00:42:37: Es gibt jetzt den ESM, der kümmert sich um Europa, also ist da auch nichts mehr zu tun.

00:42:43: Und da ist doch vielleicht ein guter Zeitpunkt, keinen weiteren Vertrag einzugehen.

00:42:50: Und ich habe gedacht, jetzt gönne ich mir erst mal eine Auszeit und überlege dann mal, was ich dann so weitermachen könnte, um auch mal was komplett anderes zu machen.

00:42:59: Und da war ich tatsächlich dann... eine Zeit lang auch denn, also ein paar Jahre selbstständig, also als Berater unterwegs und habe mich einem ganz anderen Feld gewidmet, nämlich dem deutschen Mittelstand, wobei eben man dazu sagen muss, also, ist jetzt nicht so eine kleine Gruppe, sondern eine riesengroße, um nochmal ganz andere Facetten kennenzulernen, das hat sie aber aus meinem Netzwerk denn einfach auch so ergeben.

00:43:30: Und es ist ja schon mal eine andere Hausnummer, wenn man denn auf einmal in einem Familienunternehmen ankommt, die irgendwie eine Schieflage haben und um die wieder flott zu kriegen, also ohne die Details jetzt eingehen zu wollen, brauchst du da ein, zwei Millionen, verglichen mit Milliardenbeträgen von Bund.

00:43:54: Von den Dimensionen, das muss man sich mal so... Überlegen, es sind am Ende des Tages alles nur Zahlen.

00:44:01: Aber jetzt mit so einem typischen Familienunternehmen, da oben auf dem Dach war so ein Wetterhahn, also die Windrichtung anzeigt, und da stand drunter, eighteenhundert, fünfundsechzig, irgend sowas.

00:44:17: Seitdem gab es, gibt es das Unternehmen dort.

00:44:22: ist so eine Konstruktion, dass immer der älteste Sohn Pflichterbe ist.

00:44:28: Aber Lust hat oder nicht?

00:44:30: Und das war eben auch mal eine ganz spannende Zeit, sich denn mit solchen Unternehmenssituationen, mit solchen Unternehmerpersönlichkeiten, mit solchen Menschen auseinanderzusetzen, auch wieder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also alles ganz spannende Geschichte.

00:44:46: Und von diesen Dingen habe ich dann im Laufe der folgen Jahre so verschiedenes gemacht.

00:44:52: Also ich war so ein bisschen unterwegs, Unternehmen zu restrukturieren, also nicht alleine, sondern mit Partnern zusammen wieder hinzustellen, dass sie auch denn weiterhin gut funktionieren.

00:45:05: Und da gab es dann auch aus dem Markt die eine oder andere Anfrage, wo ich den Unternehmen begleiten durfte bei bestimmten Prozessen oder auch die unterstützen durfte.

00:45:14: Und ich war eben auch teilweise bei Senior Advisor oder so was bei größeren oder wirklich großen Unternehmensberatungsgesellschaften oder auch Hedgefonds oder sowas.

00:45:26: Das war auch nochmal eine ganz spannende Zeit, das war aber allerdings immer, denn logischerweise eine temporäre Angelegenheit, aber aus der Zeit, wo ich denn praktisch wieder hier im Norden angekommen war, gab es eben mal eine Anfrage von einem ehemaligen Studenten von mir.

00:45:46: Wir haben irgendwann herausgefunden, dass er bei mir damals im Examenskurs gewesen ist.

00:45:52: Und der war in einer privaten Hochschule hier in Hamburg, der tatsächlich Professor.

00:45:57: Und er meinte, mein lieber, du erzählst uns hier mal was an einem Abend über das Schuldenwesen des Bundes.

00:46:05: Also Studiumgenrale, extra Veranstaltung.

00:46:08: Und da bin ich denn gewesen.

00:46:10: Das war auch ganz spannend.

00:46:12: Und das ist halt sozusagen die Brücke, wo ich dachte, Mensch.

00:46:17: Forschung und Lehre ist ja auch eigentlich witzig gewesen, hat ja Spaß gemacht.

00:46:21: Und nachdem ich dann also da so ein Abend da die Veranstaltung hatte, habe ich ihnen gefragt, wie denn die Möglichkeiten wären, vielleicht mal so ein bisschen nebenbei damals an der Hochschule Vorlesung zu halten, irgendwas zu machen.

00:46:36: Und man hat gesagt, ja, das kann es ja mal Probe halber machen, also in unserem Wahlpflichtbereich.

00:46:41: Und daraus hat sich denn tatsächlich im Laufe der Zeit entwickelt, dass ich wieder dachte, das ist gar nicht so schlecht.

00:46:50: Macht Spaß!

00:46:53: Und der gab mir den wertvollen Tipp, anstatt von einem Lehrauftrag zum anderen zu gehen.

00:46:58: Also die Beratung hatte ich ja noch nebenbei.

00:47:00: Aber das weiß jeder, der selbstständig ist, das gibt kein konstantes Einkommen, sondern man hat mal Glück und man ist gut erfolgreich.

00:47:10: Man schreibt Rechnungen und es gibt auch mal Zeiten, da kann man keine Rechnung schreiben, weil es nichts zu tun gab.

00:47:15: Oder es halt noch dauert, bis es ist es erfolgreich ist.

00:47:19: Und da ist so ein gewisses Grundrauschen nebenbei ganz nett.

00:47:23: Und wie gesagt, der meinte denn zu mir, warum guckst du nicht ab du irgendwo an einer Fachhochschule formal eben dich eine Professor kriegen kannst.

00:47:35: Und dann hat uns das zu dem heutigen Tag geführt.

00:47:43: Genau.

00:47:43: Also in der Tat, das hat dann zum heutigen Tag geführt am Ende.

00:47:48: Und dann hatte ich mir also mal so ein bisschen umgeguckt.

00:47:52: Das gibt es heute auch noch.

00:47:53: Akademikx-Firundzwanzig.de oder wie das heißt.

00:47:56: Also von der Wochenzeitschrift, die Zeit, da sind sozusagen alle akademischen Stellenauschreibungen irgendwie drin und da kann man Profil hinterlegen und dann kriegt man dann eine Mail.

00:48:05: und das hat dann am Ende des Tages dazu geführt, dass mir dann eine Sache auffiel aus der Region hier oben, wo jemand eben eine Professur für Finanzierung... also ausgeschrieben hatte und dann hatte ich nachher zwei Möglichkeiten zur Auswahl, wo ich denn hätte hingehen können.

00:48:27: Ich habe mich dann, wie alle wissen, für die Northern Business School entschieden, weil das mir vom Gesamtpaket damals, auch bis heute hin, für mich persönlich, für meine Lebenssituation am passendsten erschien und bin dann da, wie ich sage, mit einer halben Stelle eingestiegen, um mich erstmal so vorzutasten.

00:48:46: Wie ist denn das denn überhaupt?

00:48:49: Und war nebenbei in der Beratung auch noch tätig, was ich ja heute ja tatsächlich auch immer noch bin.

00:48:57: Aber das war eben auch eine neue Erfahrung, denn es ist ein Unterschied, ob ich ab und zu mein Lehrauftrag habe oder wirklich für eine Gruppe von Studenten ein ganzes Semester verantwortlich bin.

00:49:10: und die Note, die die denn da kriegen, die nachher auch in deren Abschlusszeugnis drinsteht.

00:49:14: Also das war schon mal eine ganz spannende Geschichte.

00:49:19: Ich habe diesen Schritt aber bis heute nicht bereut.

00:49:24: Also alles ist so gekommen, wie es halt kommen musste oder kommen sollte und ich vertrete immer so für mich persönlich so diese Philosophie, also so ein Leben läuft ja irgendwie in Kreisen.

00:49:39: Und das sind große Kreise, sind kleine Kreise.

00:49:44: Wichtig ist, aber auch das meine persönliche Lebens-Einstellung, Erfahrung, Philosophie, gut ist es immer dann, wenn ein Kreis irgendwo geschlossen ist oder sich wieder schließt.

00:49:56: Also in jungen Jahren an der Hochschule war ich ja mit Forscher und Lehrema beschäftigt.

00:50:00: Das habe ich jetzt die letzten Jahre auch wieder gemacht.

00:50:02: Also so ein Kapitel schließt sich denn da irgendwie.

00:50:05: Und das

00:50:06: ist...

00:50:07: für mich persönlich eine ganz wertvolle Geschichte, das ist ganz toll.

00:50:11: und ja, also, bleibt sich ausgedrückt, alles richtig gemacht.

00:50:17: Ja, definitiv.

00:50:19: Ich möchte jetzt, bevor wir jetzt auf die NBS rein eingehen und dann mehr so darüber reden, das Resumé ziehen aus deinem Leben, möchte ich aber gerne nochmal auf die Beratungsmandate bei unterschiedlichen Organisationen eingehen.

00:50:33: Erst mal, wie hast du die Tätigkeiten empfunden?

00:50:35: Was hast du mitgenommen und... Wo bist du als Berater tätig gewesen oder wo bist du auch momentan als Berater, zum Beispiel in Vorständen oder so tätig?

00:50:45: Also ich hatte aus meinem Netzwerk heraus tatsächlich Anfragen von verschiedenen Unternehmen, also was weiß ich, Roland und Berger oder Zerberus ist jetzt kein Beratungsunternehmen, sondern Private Equityfonds.

00:51:00: Also verschiedene waren.

00:51:01: das schlicht und ergreifend, wo ich dann entweder Senior Advisor war oder die gesagt haben, pass mal auf.

00:51:06: Wir haben hier ein ganz konkretes Mandat bei einem Kunden.

00:51:11: Wir suchen hier einen Fachmann für das Gebiet mit entsprechender Reputation.

00:51:16: Hast du Lust damit zu machen?

00:51:19: Und das habe ich dann natürlich, wenn es dich als Anbot auch denn gerne gemacht.

00:51:24: Parallel dazu bin ich aber seit vielen Jahren tatsächlich auch Partner.

00:51:28: Bei MGAP, Management Group Dr.

00:51:31: Röser und Partner, der Mark Röser, der Spiritus Rektus dieser Veranstaltung, den habe ich über mein Netzwerk seinerzeit in Frankfurt kennengelernt und da war das noch ein ganz, also ich will nicht sagen eine One-Man-Show, aber so ziemlich dichter dran.

00:51:46: Und wir haben immer mal was zusammen gemacht oder hat mich auch gefragt, ob ich ihn irgendwo unterstützen könnte.

00:51:51: Das habe ich denn auch gemacht und ich habe Mark damals immer schon gesagt oder ihm nahegelegt.

00:51:58: Es könnte ein Weg für diese Firma sein, einfach auch mal zu wachsen und mehr abzudecken und die Firma ist auch gut gewachsen.

00:52:07: Es ist immer nach wie vor eine kleine hochspezialisierte Beratungsputik, jetzt somit vierzig-fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:52:16: Ich bin dort Partner, das klingt jetzt hochtrabend, aber ich bin derjenige, der sozusagen ziemlich weit aus einer Helikopter sich aus der Distanz daraus geht.

00:52:26: Ich gehe also nicht tagtäglich irgendwie mit zum Kunden oder bin auf irgendwelchen Projekten damit drauf, sondern ich habe ja eine Vollzeitstelle an der NBS.

00:52:35: Das wusste er auch und weiß auch heute noch und das ist sozusagen meine Hauptprofession und alles andere, das muss ich denn da unterordnen.

00:52:44: Aber auch da ist es ebenso aufgrund und alle, die hier bis hier hin zugehört haben, wissen das ja nun, dass ich einiges erlebt habe.

00:52:52: und einen ganz profunden Erfahrungsschatz habe.

00:52:57: Und meine Lebenserfahrung ist halt einfach, wenn ich mich immer wieder auf neue Dinge einlasse und immer wieder offen bin und versuche halt zu verstehen, was geht da gerade ab oder warum ist das so?

00:53:08: Und wie könnte man das denn vielleicht ändern oder optimieren oder nachsteuern?

00:53:13: Dann ist dann große Erfahrungsschatz und das macht eben auch einfach Spaß, dort gestalten zu können.

00:53:22: Und wichtig ist, bei all diesen Tätigkeiten, auch gerade in der Beratung, und das, glaube ich, machen viele nicht ganz richtig, das Entscheidende in der Beratung ist, den Kunden, den künftigen Mandanten zu fragen, und zwar richtig zu fragen.

00:53:44: Wenn er sagt, ja hier meine Finanzen stimmen nicht und ich habe irgendwie mein Vertrieb läuft nicht, schön, dann kann es auch wieder weggehen, weil da mit der Aussage, kann man nichts anfangen.

00:53:53: Also die Kunst besteht ja darin, genau herauszufinden, wo der Schuh denn eigentlich drückt, wo das wirkliche Problem, die wirkliche Herausforderung ist.

00:54:05: Denn da ist oftmals Eigen- und Fremdbild durchaus verschieden.

00:54:12: Das ist zumindest was ich so erfahren durfte.

00:54:15: Und eine gute Beratung zeigte sich eben daraus, Dadurch aus, erst einmal versuchen, nachzuspüren, zu hinterfragen, was braucht es denn hier und an dieser Stelle wirklich?

00:54:28: Also was ist wirklich das, was getan werden muss?

00:54:33: Und Fun Fact, das habe ich oft erlebt, dass es exakt gar nicht das war, was der Kunde ursprünglich mal gedacht hatte, sondern es war was völlig anderes.

00:54:43: Aber das ist ja auch ja gut so, weil... Wir haben dem Kunden denn helfen können, unterstützen können, wieder flott machen können, was auch immer.

00:54:52: Und das ist, glaube ich, ganz wichtig, also nicht mit einer Kohorte der ankommenfertigen Folien, wo jetzt mal das Datum ausgetauscht wird, sondern wirklich zu gucken, was braucht ein potenzieller Kunde, ein Kunde eigentlich wirklich.

00:55:09: Also was ist wirklich in Anführungszeichen schief gelaufen?

00:55:14: und wie kriegen wir die Kude jetzt wieder vom Eis?

00:55:16: oder strategische Neuentwicklung, was ist realistisch, was geht wirklich?

00:55:21: Also, ja, es ist so schön dieser Spruch, wer fragt, der führt.

00:55:25: Also auch da geht das, ich muss, oder jede andere eben auch aus dem Geschäft, muss eben viele Fragen stellen.

00:55:32: Und auch sich da versuchen hinein zu denken, was braucht es denn jetzt eigentlich wirklich?

00:55:40: Und das ist so, was ich teilweise an anderen Stellen beobachte, es ist so... Es ist nicht immer zwingend offensichtlich, aber ich erinnere mich noch so an manche Einführungen von einigen amerikanischen Textbooks, also Fachbüchern.

00:55:55: Und viele von denen sind halt tatsächlich besser geschrieben als die typischen Deutschen.

00:56:01: Und da stand oftmals drin, naja, ist alles kompliziert, alles schwierig.

00:56:04: Und wenn ihr da die Tausend Seiten durchgearbeitet habt, seid ihr auch nicht viel klüger.

00:56:08: Aber eine Sache habt ihr bestimmt definitiv gelernt.

00:56:12: an der richtigen Stelle die richtigen Fragen zu stellen.

00:56:17: Und das ist eine Geschichte, die mag ich auch allen Studierenden heute und in Zukunft und allen jungen Menschen immer wieder mit auf den Weg geben, kommt nicht mit Lösungen an, stellt Fragen.

00:56:30: Fragen an euch selbst, Fragen an euer Gegenüber, Fragen an das Unternehmen, Fragen an den Dozenten, wohin auch immer.

00:56:36: Also sich irgendwas einzulassen, auch mit dem fundierten Hintergrund wissen, aber erst mal ganz viele Fragen stellen.

00:56:46: Das sieht immer mal die Maus.

00:56:48: Wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt da.

00:56:51: Exakt, ja, das ist ja genau der Punkt.

00:56:52: Das hat jetzt gerade super reingepasst.

00:56:55: Das geht ja auf jeder Ebene so.

00:56:59: Und da gibt es eben, weißt du, selbst Sebastian gibt es ja eine ganze Menge Dinge, die sind eben nicht in der Bilanz erkennbar, hinreichend klar oder in der G&V oder wo auch immer.

00:57:11: Sondern da kommt es halt auch an, auch zwischen den Zahlen, zwischen den Zahlen herauszufinden, wo es eigentlich denn tatsächlich den drückt und also überfragender was zu machen, das ist schon, ist schon.

00:57:23: Und das witzige ist ja, es ist sicher beim Studentenjahr zuweilen auch.

00:57:27: Ich habe dem anderen Podcast auch schon mal erwähnt.

00:57:29: Ich mache es ja oft mal so, dass ich immer erst mal Fragen stellen, kleine Workshops macht, keine Gruppenarbeiten macht.

00:57:34: Denn brichten die und dann erzähle ich was dazu.

00:57:37: sehr oft kommen die ja auf die richtig guten Ideen ja schon im ersten Schritt gleich.

00:57:41: Und dann kann ich immer sagen, guck mal hier, das habt ihr doch vor zehn Minuten auch ja selbst schon rausgefunden.

00:57:46: Nur ein kleines Beispiel.

00:57:49: Ja, aber genau das ist ja richtig.

00:57:50: Also wenn ich einen Text lese und ich kann dazu Fragen stellen, dann habe ich halt den Text, den ich da gelesen habe, schon verstanden.

00:57:57: Das ist ja, das ist ja eine umgekehrte Psychologie.

00:58:01: Warum?

00:58:02: Also ich habe das für die Abschlussarbeit, lerne ich so oder für Klaus Sohn auch.

00:58:06: Ich stelle mir Fragen.

00:58:08: die mir eventuell der Dozent stellt in der Arbeit.

00:58:11: Und wenn ich mir schon Fragen stellen kann, dann muss ich ja schon verstanden haben.

00:58:16: Genau.

00:58:17: Das höre ich aus meiner Schulzeit noch, denn da muss man mal nachfragen.

00:58:20: Ich habe es nicht verstanden.

00:58:21: Ich kann keine Fragen stellen.

00:58:24: Ja, genau.

00:58:25: Aber das ist halt das Wichtige.

00:58:26: und gerade... Im Studium, also wenn ihr jungen Studierenden das hört, die jetzt anfangen, stellt immer Fragen, weil wenn ihr später in einer leitenden, instantiellen Position seid, ihr müsst Fragen stellen, weil ihr nur dadurch euer Wissen bekommt, um euch selbst wieder weiterzuentwickeln.

00:58:45: Deswegen ist Fragen das auch und so.

00:58:47: Und wie gesagt, auch wenn es abgedroschen klingt, es gibt keine dummen Fragen, es gibt höchstens dumme Antworten.

00:58:54: Das hat jetzt dieses Thema perfekt beendet.

00:58:58: Ich habe da noch eine Frage.

00:58:59: Und zwar, warum ist dein Leben so verlaufen und dein Berufsweg so verlaufen, wie er verlaufen ist?

00:59:08: Ja, da habe ich auch oft selbst drüber nachgedacht.

00:59:12: Also, ein Punkt ist sicherlich, dass ich nie das Ziel hatte, also ganz plakativ, ich muss jetzt Geschäftsführer Finanzagentur werden.

00:59:22: Ich wusste ja über Jahrzehnte gar nicht, dass es... diese Gesellschaft überhaupt gibt.

00:59:27: Und ich habe auch nicht gesagt, ich würde jetzt bei der Bank Karriere machen, sondern ich habe gesagt, okay, mach mal den nächsten Schritt.

00:59:36: Also mache eine Banklehre.

00:59:37: Das war was Solides.

00:59:38: Damals ist es heute auch noch.

00:59:41: War mir nicht genug, dann gehst du studieren.

00:59:44: Also was ich damit sagen will, ich hatte natürlich eine langfristige Perspektive, aber ich hatte jetzt nicht den Wunsch, die Idee, wie manch andere sagen, ich will jetzt unbedingt dies, das und jenes werden oder das erreichen, sondern es war immer eine Mischung aus, was ich jetzt hier und heute mache, macht mir gerade Spaß und da hänge ich mich rein.

01:00:08: Und mein Erleben war immer, es wurde jemand auf mich aufmerksam und sagte, sag mal, wie sieht's aus, könntest du das und das auch vorstellen?

01:00:16: So, und dann bin ich halt auch entsprechend da weitergekommen.

01:00:19: und dieses Zitat von vorhin mit der Tür.

01:00:24: Es ging immer wieder eine neue Tür auf.

01:00:26: Also, warum war ich fünfzehn Jahre damals bei einem Unternehmen?

01:00:30: Weil ich alle Augenblick eine andere Aufgabe bekommen habe.

01:00:33: Aber ich habe auch viele Sachen gelernt.

01:00:35: Also, Fun Fact, ich hatte mal einen Vertrag, einen Arbeitsvertrag.

01:00:40: Da stand drin, mit sechzig gehst du in Ruhestand, kriegst seventy-fünf Prozent deiner letzten Bezüge, plus twenty-fünf Prozent vom letzten Bonus, bis du in Rente gehst.

01:00:52: Da würde ich ja schon lange nicht mehr sitzen, aber was habe ich gelernt?

01:00:56: Das war ein Blatt Papier.

01:00:58: Denn ändern sich Rahmenbedingungen, Umstände und das Ding hat einen Wert von exakt Null.

01:01:04: Und da habe ich eben für mich auch gemerkt, wenn ich zurückschaue, ich war immer offen für Neues.

01:01:12: Also ich habe nie gesagt, geht nicht oder habe ich keine Lust, auch nee, was soll das?

01:01:16: Da geht noch was.

01:01:17: Da kannst du irgendwas draus machen.

01:01:19: Also auch teilweise in der Beratung, wie kriegt man das jetzt irgendwie hin?

01:01:23: Das muss doch funktionieren.

01:01:25: Also eine Geschichte wie geht nicht oder kann ich nicht.

01:01:28: Das gibt es in meinem Vokabular nicht.

01:01:31: Denn was dahinter steht, ist ja im Zweifel.

01:01:33: Ich habe da keine Lust da drauf.

01:01:40: Die Welt auch heute, auch wenn wir eine sehr ambitionierte Zeit haben aufgrund der globalen Rahmenbedingungen, aber das Portfolio der Möglichkeiten, ist auch nach wie vor riesen groß.

01:01:55: Herausfordern ist es immer mal wieder.

01:01:58: Also ich dachte schon zu meiner Lehrzeit, da gab es so zwei, drei Hundert Bewerben pro Lehrplatz, egal in welcher Industrie.

01:02:07: Unsere Studenten sind glücklich, die sind dann mit dreißigvierzig Menschen einem Hürsaal in einem Raum.

01:02:14: An der Uni Hamburg zu meinem Studium waren wir ein paar hundert und Eine nicht unerhebliche Zahl hat denn draußen auf dem Flur gesessen oder auf der Treppe und habe vom Vordermann abgeschrieben, der vom Vordermann abgeschrieben hätte und war mit einem halben Ohr vielleicht da so drin, konnte gar nichts sehen, weil das so voll war.

01:02:31: Und wenn du da auch durchkommst, das ist natürlich auch, kannst du ja sagen, okay, ich gehe da nicht mehr hin.

01:02:37: Aber wir sind damals brav bei Wind und Wetter mit öffentlichen Verkehrsmittel jeden Tag da hingegangen.

01:02:43: Geht.

01:02:44: Und du machst was draus.

01:02:45: Also was ich immer allen nur mit auf den Weg geben mag, kümmert euch, probiert aus und es muss ja nicht so sein, dass, was die Entscheidung, die ich heute treffe, dass die morgen noch richtig ist, da macht man was anderes.

01:03:01: Also ich habe ja auch von meiner ursprünglichen Vision, ich beende meinem Berufsleben da in der gleichen Bank, ne, ich habe so viele verschiedene Dinge, haben wir ja nun gehört, gemacht.

01:03:12: Und da ist auch wirklich nur mein Tipp, gebe ich auch meinen eigenen Kindern, dass wir sie hier und heute jetzt gemacht haben oder die Abschlüsse, die ihr schon habt von der Hochschule.

01:03:20: Alles prima, alles toll.

01:03:22: Aber die Erdkugel dreht sich.

01:03:24: Das Leben dreht sich.

01:03:26: Es gibt immer neue Positiven oder auch mal negative Entwicklungen.

01:03:31: Aber jede Veränderung klein, groß ist immer eine riesengroße Chance, was Neues auszuprobieren.

01:03:39: Hey, und wenn das nicht funktioniert, mein Wort anderes.

01:03:42: Also auch Scheitern oder Fehlentscheidungen treffen ist eigentlich eine super Geschichte.

01:03:52: Denn nur wenn ich was falsch mache, kann ich was lernen.

01:03:55: Also ich habe in meinem Leben auch im Unternehmen die eine oder andere echte Fehlentscheidung getroffen.

01:04:00: Gut, passiert.

01:04:03: So, das gehört dazu.

01:04:05: Aber das ist ja auch immer das, was ich allen immer sage.

01:04:08: Hey, macht Fehler.

01:04:10: Und was zu jedem... zu jeder guten Unternehmenskultur dazugehört, ist eine ordentliche Fehlerkultur.

01:04:19: Also ich habe meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer gesagt, egal wo es war, hey, das kann passieren.

01:04:25: Wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht.

01:04:28: Und die KI kann auch nicht alle Probleme lösen.

01:04:31: Das nur mal so am Rande.

01:04:32: Ich habe gesagt, das Einzige, und wenn ihr ein Fehler macht, ist ja okay.

01:04:36: Aber es gibt eine Sache, die hasse ich.

01:04:40: Und das ist, wenn versucht wird, Fehler zu vertuschen.

01:04:44: Den Fehler, die gemacht werden, wenn ich das schnell kommuniziere, oder frühzeitig eben zum, meinem Teamchef oder wo auch immer, wie man auch immer gehe, dann ist die Chance, dass ich den Fehler beheben kann, heilen kann, mit Bordmitteln, mit relativ geringem Aufwand, das ist, die Chance ist ziemlich hoch.

01:05:04: Wenn ich erst mal am vertuschen bin und vielleicht merkt das keiner und hinten herum, ey, bullshit, das funktioniert nicht.

01:05:10: Früher oder später holt einen das ein und fällt einem vor die Füße.

01:05:15: Und wie gesagt, meine Ansatz war immer, wenn man Fehler passiert, ich reiß keinem im Kopf ab, kommt hier damit, denn jetzt wollen wir uns sehen, wie kriegen wir das hin?

01:05:25: Was können wir am besten daraus machen?

01:05:28: Was ich unschamann fand, wenn der gleiche Fehler zweimal gemacht wurde, dann muss man vielleicht noch ein bisschen mehr lernen.

01:05:34: Und nochmal ganz deutlich, Fehler vertuschen ist ein No-Go.

01:05:38: Ja, da bin ich genau in deiner Meinung.

01:05:40: und würde dem zu hundert Prozent zustimmen.

01:05:45: Ab und zu hilft es halt auch, einfach mal einen Schritt zurückzutreten und dann drauf zu gucken, sozusagen aus einer Distanz.

01:05:53: Ich erinnere auch dem blöden Spruch mal von der Bundeswehr, bevor man sich beschwert, soll man eine Nacht drüber schlafen.

01:05:59: Also was dahinter steckt, nicht aus einer spontanen Reaktion irgendwas zu machen, sondern nochmal drüber nachzudenken, einen Schritt zurückzugehen, von außen drauf zu gucken.

01:06:10: mal eine andere Perspektive einzunehmen.

01:06:14: Nach dem Motto, wenn ich jetzt so auf der anderen Seite des Tisches sitzen würde, wie würde es mir denn gerade gehen?

01:06:20: Also diesen Perspektivwechsel, also jede Münze hat auch zwei Seiten.

01:06:25: Das sind so viele Dinge und ich muss, also ich finde es immer charmant, diese Toolbox, die uns Menschen ja nun mal mitgegeben ist, die auszunutzen.

01:06:36: Und eben auch an mir selbst zu wachsen, auch für was auszuprobieren.

01:06:40: Also ausprobieren ist ja auch völlig okay.

01:06:42: Wenn man scheitert, dann ist es halt auch okay.

01:06:44: Also diese, wir kennen das aus der Transaktionsanalyse.

01:06:47: Also du bist okay, ich bin okay.

01:06:49: Und wir auf der Basis diskutieren, kommunizieren.

01:06:52: Sebastian, dann ist das eigentlich alles gar kein Problem.

01:06:55: Perfekt abgerundet das Thema.

01:06:57: Genauso empfinde ich das auch lieber Karl-Heinz.

01:07:00: Und vor allem, wenn man auf dieser Basis ist, ich bin okay, du bist okay.

01:07:05: Dann hat man auch in meinen Augen schon eine ganz, ganz wichtige kommunikative Bereitschaft gezeigt, um Fehlermanagement zu betreiben, das in der Kommunikation ja essentiell ist.

01:07:19: So mein lieber jetzt sind wir tatsächlich

01:07:22: fast

01:07:23: am Ende angekommen.

01:07:24: Leider ist unsere Zeit vorbei.

01:07:27: Wieder ein sehr kurzweiliger Podcast mit dir und ich möchte jetzt aber im letzten Schritt noch wissen, wenn der Karl Heinz.

01:07:38: Mit achtzehn Jahren vor dir stehen würde.

01:07:41: Was würdest du ihm sagen?

01:07:42: Trau dir was zu.

01:07:44: Hab Mut.

01:07:46: Probier es aus.

01:07:48: Du kannst es.

01:07:50: Versuch es.

01:07:51: Und sag nicht, ne, kann ich nicht, will ich nicht oder ist zu groß?

01:07:54: Zu groß gibt nichts.

01:07:56: Viele Menschen steigt daran, weil sie zu klein denken.

01:07:59: Also, habt Fantasien, habt Spaß, probiert aus und... denkt links und rechts des Weges.

01:08:07: Also jetzt nicht im politischen Sinne, sondern denkt verkehr.

01:08:11: Ich habe immer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschätzt, die mit auf dem ersten Blick völlig abstrusen Ideen über den Tisch kamen.

01:08:21: Das ist das.

01:08:22: Also seid offen, umarmt die Welt, lasst euch von der Welt umarmen.

01:08:29: Also besser kann man den thematischen Part eines Podcasts nicht beenden.

01:08:34: was für schöne Worte umarmt die Welt und die Welt wird euch zurück umarmt, wenn es auch nicht gleich passiert.

01:08:41: Aber bestimmt mit der Zeit, denn manchmal dauern Dinge länger, bis sie erfolgreich werden oder bis es spürbar anders wird, aber bleibt dran und es wird so kommen.

01:08:55: Ich möchte jetzt natürlich mich ganz herzlich bei dir bedanken für die zweite Folge, die wir mit dir aufnehmen durften.

01:09:06: Und natürlich, wie du es auch gewohnt bist und wie es einfach, ja, Standard geworden ist, die letzten Worte, mein lieber Karl-Heinz, die gebühren dir.

01:09:21: Ich danke dir ganz herzlich, lieber Sebastian, dass du dir die Mühe nochmal aufgenommen hast, auf dich genommen hast, mit mir noch einen zweiten hier zu machen.

01:09:27: Auch mir das super viel Spaß gemacht und du merkst ja, ich teile gerne meine Lebenserfahrung mit.

01:09:33: anderen Menschen mit jungen Menschen und auch natürlich ganz gerne mit dir, sodass eine breite Masse findet.

01:09:37: Also vielen herzlichen Dank für diese Sturten auch von meiner Seite.

01:09:42: Was für wunderschöne Schlussworte für diese Podcast-Folge.

01:09:47: In der es darum ging, wer ist eigentlich Karl-Einz Dauber?

01:09:52: Diese Serie, wer ist eigentlich, wird fortgesetzt mit all unseren tollen Dozenten.

01:09:59: die wir hier vor das Mikrofon bekommen.

01:10:02: Karl-Heinz, vielen, vielen Dank für deine Zeit heute abermals und ich freue mich schon, wenn wir wieder ein Podcast zusammen haben werden, denn mit dir zu reden erweitert mein Horizont.

01:10:16: Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, bitte folgt uns auf Instagram, auf LinkedIn.

01:10:22: Dort bekommt ihr immer mehr interessante Videos und interessante Beiträge zu sehen.

01:10:30: Wir hoffen, dass euch der Podcast erreichen wird und ein kleines Stückchen von der Welt von Karl-Heinz Daube euch offenbart hat.

01:10:41: Und ja, seid wieder dabei, wenn es wieder heißt, hier ist der NBS Campus Cast, der Podcast der Nethern Business School.

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